foodline

 Kaum ein Betätigungsfeld von Designern betrifft uns so direkt bis in die Zellen unserer Körper wie das Design unserer Ernährung. Seit dem Jahr 2009 lotet die Veranstaltungsreihe Foodline daher die unterschiedlichsten Zugänge zu Food Design aus.

 

Food Design im engeren Sinne setzt sich mit der industriellen Produktion von Lebensmitteln auseinander – die Foodline hingegen stellt das Design von Lebensmitteln und Ernährung in ästhetisch-funktionale, soziokulturelle, gesellschaftspolitische und auch künstlerische Zusammenhänge. Damit ist sie kein vorhersehbares Format, sondern sucht Jahr für Jahr neue Zugänge zu ihrem Thema. Die Kuratoren Martin Krammer und Andreas Fabianek, seit 2012 ergänzt um Andreas Braunendal, betrachten alle Facetten des Gestaltungsprozesses von Nahrung und Ernährung als Kulturgut und bauen damit auf die Kraft eines möglichst vielseitigen Designverständnisses. Die gänzliche Freiheit im Denken und Experimentieren befreit Food Design und damit das Thema Ernährung im globalen ebenso wie im regionalen Kontext aus der industriellen Umklammerung. Die Kooperation mit DesignerInnen, KöchInnen, KünstlerInnen, SportlerInnen ... aus der ganzen Welt lässt neue Netzwerke entstehen und fördert den Erfahrungsaustausch zwischen unterschiedlichsten Lebenswelten.

Die Foodline 2009 begab sich auf die kulinarischen Spuren extremer Beispiele moderner Nomaden und machte ihre Konzepte der Ernährung in Form von Vorträgen und Koch-Experimenten erlebbar. Im Jahr 2010 setzte sich unter dem Motto „Nach dem Prozess der Verdauung“ mit natürlichen, Ressourcen und regionalen Grundstoffen auseinander. 2011 stand im Zeichen von Experimenten mit 3D Food Printern und widmete sich dem Open Food Design. Die Foodline 2012 setzte sich mit Food Design in Form von Interventionen im öffentlichen Raum auseinander.

 

Das Nachschlagewerk zur foodline