LOVE Architecture

architecture and urbanism

 

Gute Architektur schafft Vertrautheit und verändert die Wirklichkeit. LOVE wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, innovative Gebäudesysteme zu entwickeln, zu vermarkten und zu realisieren. 2002 wurde brandfield als Tochter-Unternehmen zur strategischen Markenentwicklung von Immobilien gegründet. Beide Unternehmen verfolgen ein Ziel: Architektur zu schaffen, die in dreißig Jahren noch aufregend ist.

 

Karmeliterhof

Das Projekt, ein Bürogebäude der Landesimmobiliengesellschaft, liegt im Zentrum der Grazer Altstadt, an der Nordseite des Karmeliterplatzes am Fuße des Schlossbergs. Die Projektziele waren die Adaptierung bzw. der Umbau des Bestandes und die Errichtung von Zubauten. Die städtebauliche Grundidee besteht darin, die drei vorhandenen Gebäude, die bereits untereinander verbunden waren und gemeinsam genutzt wurden, durch einen Verbindungsbau zu einem Geviert zu schließen. Die Grazer Tradition der dreidimensionalen, „bewegten Fassaden", die mittels Putzplattentechnik und dem typischen Grazerstock-Fenster hergestellt wurden, wird zum Ausgangspunkt für die Neugestaltung und mit zeitgemäßen Mitteln neu interpretiert: Die raumhohen Kastenfensterelemente - sie sind zur Fassadenebene leicht gedreht vor die Fassade montiert - orientieren sich zum Platz und spiegeln abwechselnd das Geschehen am Platz, die umliegenden Häuserfronten oder den Himmel in unterschiedlicher Brechung wider.

 

 

Bilder: Jasmin Schuller

Ragnitzstrasse

Die Errichtung von relativ günstigen, kleinen aber qualitativ hochwertigen Wohnungen ist derzeit eine der wesentlichen Herausforderungen an den Wohnungsbau. Das Projekt Ragnitzstraße 36 reagiert auf dieses Spannungsfeld folgendermaßen: Ein baulich simpler, systematisch und effizient konzipierter Basisbaukörper beherbergt sämtliche Wohnungen. Die aus Lärchenholz gefertigten Balkongeländer reagieren fächerförmig auf den Zick-Zack-Rhythmus der Kragplatten. Materialität und Verarbeitung schaffen zusätzlich wohnliche Atmosphäre. Je nach Sonneneinstrahlung wirkt die Lärchenverschalung fast „samtig“, was dem Haus einen ganz speziellen Charakter verleiht. Die nördlich liegende Laubengangerschließung blockt den nicht unerheblichen Verkehrslärm der Ragnitzstraße ab. Trotz der lauten Straße herrscht somit vollkommene Ruhe auf der Südseite des Hauses. Die Streckmetallfassade des Laubenganges ist so montiert, dass sie von Westen kommend nahezu transparent wirkt. Nähert man sich dem Gebäude jedoch von Osten, so wirkt die Fassade geschlossen und volumetrisch. Damit entsteht eine Art visueller Kippeffekt wenn das Gebäude passiert wird. Ein Rücksprung der Laubengangfassade im oberen Bereich des Hauses bildet eine Art Traufe. Damit nimmt das Gebäude die Höhenentwicklung der Nachbargebäude auf und fügt sich in den Straßenraum ein. Insgesamt entsteht ein Baukörper, welcher je nach Betrachtungsperspektive seine Erscheinung extrem verändert. Damit wirkt das Gebäude sehr skulptural und 3-dimensional.

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